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Futurium

#Zero@2050: Wie wir die Energiewende geschafft haben

Zeitreise – Wir schreiben das Jahr 2050 und haben allen Grund zum Feiern: In einem kollektiven Kraftakt ist es der Menschheit gelungen, die globale Energieversorgung so umzustellen, dass wir keinerlei Treibhausgase mehr in die Luft pusten, die den Klimawandel befeuern.

Foto: David von Becker / Futurium

Der virale Hasthag #Zero@2050 wurde zum Markenzeichen des Eintritts in ein klimaneutrales Zeitalter.

Doch wie haben wir diese Mammutaufgabe bewältigt? Welche Faktoren waren ausschlaggebend für den Erfolg?

Darüber habe ich im fiktiven History-Talk-Format „Momente, Menschen, Meilensteine“ des Futuriums mit drei ‚Zeitzeugen‘ diskutiert, die Anfang der 2020 Jahre aktiv daran mitgewirkt haben, die Weichen richtig zu stellen für den Kampf gegen die Erderwärmung.

Vielen Dank fürs Mitmachen bei diesem innovativen Perspektivwechsel-Format an:

Prof. Miranda Schreurs, TU München
Prof. Martin Neumann, MdB und energiepolitischer Sprecher der FDP-Fraktion
Dr. Arwen Colell, Mercator Institute for Global Commons and Climate Change
Dr. Heike Brugger, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung

Volker Quaschning: „Wir brauchen ein von allen akzeptiertes Energiekonzept.“

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland ist faktisch zum Stillstand gekommen. Der Grund: Veränderte wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen haben es zunehmend schwerer und unattraktiver gemacht, neue Windräder aufzustellen. Weil das die Energiewende gefährdet, wollte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier Abhilfe schaffen und lud am 5. September 2019 in Berlin zum Windenergiegipfel. Gemeinsam mit Vertretern aus Industrie und Verbänden versuchte er dort ausloten, wie die Rahmenbedingungen verändert werden müssten, damit es in Deutschland wieder zügiger vorangeht mit dem Bau neuer Windparks. Volker Quaschning, Professor für regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, hatte aus diesem Anlass ein paar Tipps für den Minister parat. Welche? Erklärte er im Interview für den Deutschlandfunk.

Stromtransport über Gasleitungen

Power-to-Gas-Technologie könnte Energiewende voranbringen

Wenn die Energiewende gelingen und Deutschlands Energiesektor bis 2050 dekarbonisiert werden soll, wird das geographische Ungleichgewicht zwischen Stromerzeugern und Stromverbrauchern weiter wachsen: Die großen Windparks finden sich vor allem im Norden der Republik, die industriellen Stromverbraucher eher im Süden des Landes. Die geplanten Stromautobahnen in Nord-Süd-Richtung tragen diesem Problem Rechnung, werden es aber nur zum Teil lösen. Bei der Jahrestagung der Deutschen physikalischen Gesellschaft in Münster schlugen Forscher nun vor, das bereits existierende Erdgasnetz für den Energietransport zu nutzen.
Deutschlandfunk, Forschung Aktuell, 30.3.2017