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„In letzter Konsequenz hat sich nicht viel verändert“

Der Physiker Stefan Hell erklärt, wie der Nobelpreis sein Leben verändert hat

Da Forscher optische Mikroskope schon seit über 100 Jahren benutzen, hatten sich die meisten damit abgefunden, dass man damit nichts abbilden kann, was kleiner ist, als die Hälfte der Lichtwellenlänge. Objekte, die kleiner als 0,2 Mikrometer sind, bleiben für Lichtmikroskope unsichtbar, so will es das Abbe’sche Beugungslimit, das in jedem Optiklehrbuch steht. Der deutsche Physiker Stefan Hell hat dieses Dogma dann aber doch ausgehebelt – mit einem trickreichen Verfahren zur Fluoreszenzmikroskopie. Weil er Medizinern und Biologen damit völlig neue Einblicke ins Innere lebender Zellen ermöglicht hat, bekam er im Dezember 2014 den Chemie-Nobelpreis. Am Rande einer großen Physikertagung in Berlin erklärt Stefan Hell, was in seinem Leben seitdem einfacher geworden ist – und was schwieriger.

Deutschlandfunk, Forschung Aktuell, 24.3.2014