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Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen

Sachbuch von Florian Freistetter (Hanser-Verlag 2019)

Rezension vom 5.4.2020

Was wäre in diesen bewegten Zeiten besser geeignet, um Ruhe zu finden, als der Blick an den nächtlichen Sternenhimmel? Denn die Gestirne über unseren Köpfen ziehen ungerührt weiter ihre Bahn – und liefern dem aufmerksamen Betrachter damit jene Kontinuität und Konstanz, nach der sich viele Erdenbewohner angesichts der Corona-Pandemie dringlich sehnen. Was die Zukunft bringen wird, steht in den Sternen zwar – anders als Astrologen uns glauben machen wollen – nicht geschrieben. Aber dafür verrät der Blick durchs Teleskop, was bisher geschah und wie es dazu gekommen ist.

Für alle, die eintauchen wollen in die Geheimnisse des Kosmos, hat der studierte Astronom und erfolgreiche Wissenschaftsblogger Florian Freistetter jetzt das perfekte Buch geschrieben.

In „Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen“ erzählt er, was man durch das Studium der Sterne über das Leben, das Universum und den ganzen Rest lernen kann. Und das ist eine ganze Menge.

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ESA-Generaldirektor Jan Wörner erklärt, welche Missionen 2020 geplant sind

Johann-Dietrich Wörner ist seit 2015 ESA-Generaldirektor (Foto: ESA–Philippe Sebirot, 2015)

Die europäische Raumfahrtagentur ESA hat sich viel vorgenommen für das Jahr 2020: Sie will den Sonnenwind untersuchen, einen Rover zum Mars schicken und einen Erdbeobachtungssatelliten starten, um den Anstieg der Meeresspiegel präzise zu vermessen.

Um die Öffentlichkeit über die geplanten Highlights zu informieren, stand die Führungsriege der ESA heute vormittag in Paris zwei Stunden lang Journalisten Rede und Antwort. Es war die traditionelle Pressekonferenz zum Jahresauftakt, bei der ESA-Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner und seine Leute Einblicke gaben, welche Missionen anstehen und was man sich davon verspricht. Der deutsche Ingenieur ‚Jan‘ Wörner ist seit 1. Juli 2015 Chef der ESA – und gab dem Deutschlandfunk direkt im Anschluss ein Interview.

Die darin erwähnte Mission ExoMars, deren zweiter Teil ursprünglich im August 2020 abheben sollte, wurde zwischenzeitlich allerdings um zwei Jahre verschoben – wegen der Folgen der Corona-Pandemie.

Alexander Gerst: „Das Essen auf der Erde ist besser“

Seit zehn Tagen ist der deutsche Astronaut Alexander Gerst wieder auf der Erde. Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln-Porz gewöhnt er sich gerade wieder an die Schwerkraft. Im ausführlichen Deutschlandfunk-Interview berichtet der Geophysiker von seinen Erfahrungen im Weltall, den Erkenntnissen seiner Forschung und davon, was auf der Internationalen Raumstation er am meisten vermisst – und was am wenigsten.

Deutschlandfunk, Forschung Aktuell, 21.11.2014